Am 3. Oktober 2026 startete die 54. Alster-Grachten-Fahrt des VfL 93 Hamburg. Seitens der GFG machten sich am Freitagnachmittag eine Paddlerin und sechs Paddler mit sechs Kajaks auf den Weg Richtung Hamburg. Eigentlich hätte unsere Gruppe sogar aus zehn Kanuten bestanden, aber krankheitsbedingt reduzierte sich die Teilnehmerzahl leider kurzfristig.

Nach einer langen Anfahrt zum Hotel mit einigen Staus gab es letztendlich einen schönen Tagesabschluss beim gemeinsamen Abendessen.
Früh am Morgen ging es dann erst einmal ohne Frühstück zum Bootshaus des VfL 93. Nachdem der Hänger mit den Booten abgekoppelt worden war, wurde zunächst ein Parkplatz für den Vereinsbulli gesucht und gefunden. Jetzt mussten wir uns aber erst einmal in einer in der Nähe gelegenen Bäckerei für die Tour stärken.

Mit dem offiziellen Läuten einer Schiffsglocke wurde die Fahrt eröffnet, und die sieben GFG-Paddler konnten sich zusammen mit rund 200 weiteren Paddlern auf die 23 Kilometer lange Tour durch Hamburg machen.

Die Tour hatte, wie in jedem Jahr, den (fast) gleichen Streckenverlauf über diverse kleinere Fleete, vorbei an den Gärten der Hamburger Villenviertel.

Diese Fleete mündeten in die Alster, die sich wenig später zur Außenalster öffnete. Nach der Unterquerung von Lombardsbrücke und Kennedybrücke ging es über die Binnenalster mitten durch Hamburgs Innenstadt.

Auf der Binnenalster war bei der Fontäne ein kurzer Stopp für Gruppenfotos


Die Schleusungen an der Rathausschleuse und anschließend an der Schaartor-Schleuse, wo in großen Gruppen auf Elbniveau herabgeschleust wurde, waren in diesem Jahr problematisch. Da die Berufsschifffahrt Vorrang hat, wurden zunächst drei Barkassen einzeln geschleust, bevor die Kanuten an der Reihe waren. Das führte natürlich zu erheblichen Wartezeiten.

Ab der Schaartor-Schleuse befand man sich dann wirklich im Hafenbereich, wo die Barkassen und Boote das Paddeln für den einen oder anderen erschwerten.

Der Anblick der Rickmer Rickmers, der Cap San Diego und der Elbphilharmonie war wie immer ein Highlight.

Auf dem Rückweg stand an der Außenalster noch ein Besuch beim Hamburger Kanu-Club auf dem Programm, wo es eine kurze Pause mit Erbsensuppe gab.

Zurück ging es in diesem Jahr nicht über die Route durch den Feenteich, sondern etwas weiter nördlich durch den Langen Zug, da die Durchfahrt am Feenteich aktuell gesperrt war.

Der Rückweg führte anschließend über den Barmbeker Stichkanal zum Goldbekkanal.

Kurz vor dem Ende der Tour ging es dann noch schnell für eine Runde durch den Stadtparksee und danach zurück zum Bootshaus des VfL 93.

Während der knapp siebenstündigen Fahrzeit blieb natürlich auch genügend Zeit, um mit Paddlern anderer Vereine ins Gespräch zu kommen. Dabei stellte sich heraus, dass die heimische Region mit Vereinen aus Minden und Schötmar neben der Gütersloher Faltbootgilde stark vertreten war.
Am Ziel angekommen, gab es zwar einige schmerzende Arme, aber alle waren glücklich und zufrieden, die Strecke erfolgreich bewältigt zu haben. Wettertechnisch war der Tag ein echtes Highlight, bei Sonnenschein macht die Alster-Grachten-Fahrt in Hamburg richtig Spaß!
Durch die Verzögerungen bei den Schleusungen verzögerten sich das Beladen des Bootsanhängers sowie unsere Abfahrt natürlich ebenfalls.

Nach einer entspannten und staufreien Rückfahrt erreichten wir die Heimat erst bei völliger Dunkelheit.
Nach der Tour ist vor der Tour. Der allgemeine Tenor lautete: Im nächsten Jahr kommen wir wieder nach Hamburg.
