Trauer um Julius Sprick

Julius Sprick ist tot. Dieser Schock traf die GFG in dieser Woche äußerst hart. Ein Unternehmer, Vater und Ehemann, der als gebürtiger Gütersloher die Tugenden der Generationen noch lebte, denen es schon in die Wiege gelegt war, geradeaus zu gehen, zu denken und zu handeln. Verantwortung im Leben war nicht nur eine Phrase für ihn, er lebte sie treu seiner Lebenseinstellung vor.

Dabei hat er aber auch nie den Blick für das Leben verloren. Bodenständig, verläßlich, geradeaus in der Sache, aber immer mit dem sozialen Blick.

Nach der Ausbildung in Oldenburg, dem ersten Schritt zum Wassersport, er ruderte in Oldenburg, trat er in das elterliche Unternehmen in Gütersloh ein. Die Liebe zur Natur und zur Bewegung führte ihn zum Kanusport Anfang der 60er in die GFG.. In sportlicher Herausforderung und Gemeinschaft Natur im Boot zu erleben, dass hatte ihn schnell gefangen sodaß er auch kurz danach anfing die GFG mit zu gestalten. Als Fahrtenwart und auch als 1. Vorsitzender war er genauso aktiv wie als Sportler. Früh erkannte er, daß Kanusport immer noch ein Sport für Kinder und Jugendliche ist und auch in Zukunft bleiben wird. Stund ab initierte und förderte er die Jugendarbeit in „seinem Verein“, der GFG! Den Spaß und den Gedanken hierzu hatte er ja selbst auf vielen Kanutouren erlebt und weiterentwickelt. Die Flüsse Ostwestfalens von der Lippe bis zur Weser, die Lüneburger Heide mit ihren wunderschönen Flüssen sowie auch das Wildwasser der steirischen Salza in Österreich waren die Gründe dafür, dass er diesen Sport und die, die in Gütersloh ihn betreiben, so sehr liebte. Es war ihm mehr als ein Bedürfnis, dass der Kanusport in Gütersloh ein wichtiger Baustein in der für ihn so wichtigen Jugendarbeit bleibt. Viele, viele Generationen von Kindern und Jugendlichen haben durch seine Beharrlichkeit, durch seine Initiative aber auch durch seine beispiellose Förderung im Kanusport sein zu Hause gefunden. Haben den Weg zu dieser für ihn so wunderschönen Natursportart gefunden. Natur erleben, Natur erhalten und in ihr Körper, Seele und Geist trainieren sind für ihn im Kanusport und auch in seiner großen Leidenschaft der Jagd immer ein großes Bedürfnis gewesen, dass er auch immer selber „lebte“. Mit den Tücken und Widerständen der Natursport leben lernen, sie durch Training überwinden, das war es was seine Liebe zur GFG so auszeichnete. Der Kanu- Verband NRW zeichnete ihn schon vor 18 Jahren für seine beispiellose Förderung mit dem „Ehrenbrief“ aus.

Selbst in diesem Jahr, gerade seit wenigen Tagen vorbei, haben 14 Teilnehmer der GFG die Sportlichkeiten des Kanusportes in Österreich 3 Wochen erleben dürfen. Es klingt schon grotesk, dass davon eineinhalb Wochen auf und an der steirischen Salza stattfand, die er aus eigener Erfahrung so lieben gelernt hatte. Es stimmt alle Teilnehmer traurig, dass es dieses mal nicht, wie so oft in den letzten 34 Jahren, die wißbegierige Aufforderung von ihm kam: wie war es, sind alle gesund, was habt ihr gemacht und erlebt. Für die Fragen ging es ihm einfach zu schlecht, nur wenige Tage nach Rückkehr der Teilnehmer in Gütersloh, ist er verstorben.

Seiner lieben Frau Ute, seinen Söhnen und ihren Familien können wir nur unseren Trost und unser Mitgefühl aussprechen, denn wir wissen wen SIE und wir verloren haben. Die Gütersloher Faltbootgilde e.V. nimmt Abschied von einem Mensch, wir nehmen Abschied von Julius Sprick und rufen IHM dankbar zu „Niemals geht man so ganz“. Julius Sprick unser Pütti, wie wir ihn nannten, wird immer einen Ehrenplatz in der Geschichte der Gütersloher Faltbootgilde behalten. Eines haben wir ihm schon vor Zeit versprochen, seine GFG wird auch weiterhin in seinem Geiste weiterleben.

29.08.2003

Im Namen für Mitglieder und Vorstand
Rolf Theiß 1. Vorsitzender der Güterloher Faltbootgilde e.v.

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